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Behandlung des Asthmas

Allergene meiden ist ein guter Rat für Asthmatikerinnen und Asthmatiker. Im täglichen Leben ist dieser Rat manchmal nur schwer umzusetzen. Vor allem Kinder haben Mühe einzusehen, dass man zu ihrem Wohl das geliebte Haustier weggeben muss oder sie im Frühling nicht nach draussen dürfen (Details siehe Allergene meiden).

 

Die Lungenliga berät von Asthma Betroffenen und ihre Familien über sinnvolle Massnahmen, um den Kontakt mit Allergenen möglichst einzuschränken. In der Broschüre "Wohnen mit allergischem Asthma" finden Betroffene und Angehörige viele Tipps und Informationen.

 

Medikamente zur Asthmabehandlung

Die Medikamente zur Asthmatherapie kann man in zwei Gruppen einteilen:

  1. Medikamente zur Erweiterung der Bronchien
    Sie werden bei einem Asthmaanfall inhaliert und erweitern sofort die Bronchien. Ihre Wirkung beruht auf der Entspannung der Bronchialmuskulatur. Es gibt kurzwirksame Mittel zur schnellen Therapie eines Asthmaanfalls und zur Vorbeugung von Atemnot bei Sport sowie langwirksame Medikamente zur Vorbeugung von Anfällen. Die langwirksamen Medikamente sind geeignet für Patientinnen und Patienten mit mittelschwerem und schwerem Asthma. Medikamente zur Erweiterung der Bronchien benutzt man normalerweise in Kombination mit der zweiten Medikamentengruppe, den Entzündungshemmern.
  2. Medikamente zur Entzündungshemmung in den Bronchien
    Auch diese Medikamente werden meist inhaliert, damit sie genau dort hinkommen, wo sie wirken sollen. Dadurch reichen bereits kleine Mengen des Wirkstoffs (Kortikosteroide), um eine gute Wirkung zu erzielen. Das Inhalieren kleiner Mengen reduziert das Risiko von Nebenwirkungen massiv.

Entzündungshemmende Schmerzmedikamente (z.B. gegen Kopfschmerzen oder rheumatische Krankheiten) sind für die Behandlung eines Asthmaanfalls ungeeignet! 

 

Damit die inhalierbaren Medikamente ihre volle Wirkung entfalten können, müssen die Betroffene zuerst die richtige Inhalationstechnik lernen. Deshalb achtet die Hausärztin oder der Hausarzt immer wieder darauf, ob die Patientin oder der Patient die Medikamente richtig inhaliert. Gezielte Asthmapatientinnen und -patientenschulungen (für Kinder und Erwachsene), die von den kantonalen Lungenligen organisiert werden, helfen den Betroffenen zusätzlich, besser mit der Krankheit umzugehen.

 

Das Asthma im Griff haben

Mit den folgenden vier Grundsätzen hat man sein Asthma unter Kontrolle:

  1. Bekannte Asthmaauslöser meiden
    Dazu zählen Pollenflug, Tabakrauch, Parfüm und andere gasförmige Chemikalien, Hautschuppen von Tieren, Schimmelpilze sowie Infektionen der oberen Luftwege.
  2. Verschriebene Medikamente genau nach Vorschrift einnehmen
    Wenn die Medikamente zu schwach oder zu stark wirken, so sollte man sich sofort bei der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt melden.
  3. Notfallmedikamente immer bei sich tragen
  4. Einen Asthmaanfall frühzeitig behandeln
    Typische Symptome eines beginnenden Asthmaanfalls sind Husten, Atemnot, pfeifende Atmung und ein Engegefühl in der Brust.

Asthmatikerinnen oder Asthmatiker ab 12 Jahren können anhand des Asthma-Kontroll-Tests den Erfolg der Asthma-Therapie selbst bestimmen. Das Resultat des Tests sollte mit den jeweils behandelnden medizinschen Fachpersonen besprochen werden.

 

Eine Grippeinfektion kann ein Asthma nachhaltig verschlimmern. Daher wird Betroffenen mit schwerem und mittelschwerem Asthma empfohlen, sich gegen Grippe impfen zu lassen.


 

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Jeden Dienstag 17-19 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen. Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.