
Die Lungenliga Tessin hat sich dem letztgenannten Ziel verpflichtet und die «Asthmaschule» gegründet. Bei Beginn dieser Aufgabe wurde sofort klar, dass in den verschiedenen Phasen der Krankheit zahlreiche Personen aus den unterschiedlichsten medizinischen Bereichen (Pneumologie, Allergologie, Krankenpflege, Physiotherapie etc.) ins Spiel kommen. Alle müssen ausser der eigenen Rolle auch eine wichtige Ausbildungsaufgabe sowohl gegenüber den Eltern als auch gegenüber den Kindern übernehmen. Oft fehlt es an Koordination zwischen diesen Fachpersonen, was zu Wiederholungen, Missverständnissen, Zeit- und Energieverlust führt. Die «Asthmaschule» wurde mit der Absicht gegründet, all diese Fachpersonen in einer einzigen Struktur zusammenzuführen, um den Eltern und Kindern die beste ausbildungsmässige Unterstützung zur Krankheitsbewältigung bieten zukönnen.
Nach verschiedenen Kontakten wurde ein Team zusammengestellt, bestehend aus der Pneumo-Pädiaterin Dr. Maura Zanolari, dem Allergologen Dr. Vincenzo D’Apuzzo, der Fachlehrerin Sabina Chiarini und den beiden Physiotherapeuten Gasparino Tönz und Roberto Bianchini. Darüber hinaus konnte diese Basisgruppe von der Zusammenarbeit mit dem Krankenpflegepersonal der Lungenliga Tessin profitieren, das sich abwechselnd regelmässig engagierte, um adäquaten logistischen Support sicherzustellen. An mehreren Treffen wurden die Struktur der Schule und das Unterrichtsprogramm erstellt.
Die Kinder werden in verschiedene Altersgruppeneingeteilt, um die zu behandelnden Themen besser angehen zu können. Die folgenden Gruppen wurden geschaffen: Kleinkinder (Alter 4–6 Jahre), Schulkinder (6–10 Jahre) und Jugendliche (Kinder ab 10 Jahren und Teenager). Entsprechend den drei verschiedenen Gruppen werden die Ausbildungseinheiten zusammengestellt. Mindestens ein Elternteil begleitet die Kinder, während die Lungenliga die Abgabe von didaktischem und informativem Hilfsmaterial (Broschüren, Plazebo,Spiele usw.) übernimmt.
Die wichtigsten theoretischen und praktischen Unterrichtsthemen werden in den folgenden Einheiten vermittelt:
Die sechs Lektionen pro Monat am Samstagvormittag ermöglichten den verschiedenen Gruppen von Kindern, Jugendlichen und Eltern, eine für sie passende Ausbildung zu erhalten. Um die «Asthmaschule» angemessen abzuschliessen, organisierte die Lungenliga Tessin ein Fest, wofür sie sich den Weltasthmatag zunutze machte. Bedeutsam war die Anwesenheit von zwei bekannten Sportlern mit Asthma: der Skifahrerin und Weltmeisterin in «vertical line» Natascia Cortesi und des Fussballspielers Renzo Bionda, ehemaliger Stürmer der Schweizer Nationalmannschaft. Diese beiden Persönlichkeiten überreichten den Kindern ihr Teilnahmediplom und einige Geschenke. Am Nachmittag erfreute eine Gruppe von Clowns die Anwesenden; es wurde gespielt und musiziert. Das Interesse, welches die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diesem Pilotprojekt entgegenbrachten, hat die Lungenliga sehr ermutigt. Es wird sicherlich in Zukunft wieder ein Angebot der «Asthmaschule» geben. Dabei wird man die wertvollen Vorschläge der Eltern berücksichtigen, die einen Fragebogen mit ihrer Beurteilung ausfüllen konnten.
«Meine Erfahrung mit der «Asthmaschule» war positiv. Ich fand eine familiäre, entspannte Atmosphäre vor und konnte direkt mit anderen Eltern diskutieren, die in derselben Situation wie ich sind und sich mit Problemen konfrontiert sehen, denen ich mich täglich mit meinem Sohn Giacomo stellen muss.» Den Kollegen der anderen kantonalen Ligen stellen wir gerne unsere Erfahrungen zur Verfügung, die für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer positiv und lohnend waren. Mit den Worten unseres jungen Schülers Giacomo können wir abschliessend bestätigen: «Wir haben gelernt und dabei viel Spass gehabt.»

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Jeden Dienstag 17-19 Uhr beantworten Ärztinnen und Ärzte Ihre Fragen zu Lunge und Atemwegen. Eine kostenlose Dienstleistung der Lungenliga.